Wir haben uns an die Schlagzeile aus dem Bundesamt für Statistik gewöhnt, die jeweils im Spätsommer unvermeidlich zu sein schien: “Erneuter Kostenanstieg im Gesundheitswesen”. Doch dieses Jahr kam es anders, und das ist wahrhaft erfreulich. In der Krankengrundversicherung sind die Kosten im ersten Semester 2006 nicht gestiegen, vermelden die Schweizer Zahlenhüter.
Zwei Gründe seien ausschlaggebend: Die Labortätigkeiten sind günstiger verrechnet worden – und der Selbstbehalt bei Originalpräparaten ist angestiegen. Die Skeptikerinnen und Skeptiker unter uns werden nun einwenden, gerade der zweite Grund zeige, dass es teilweise eine Kostenumlagerung und keine Kostenminderung sei. Eine Einschätzung, die nicht ganz falsch sein dürfte. Insgesamt aber bleibt das positive Signal.
Scheinkostensenkung, denn die strukturellen Probleme sind nicht gelöst und es sieht nicht nach einer Lösung aus.
… Interessant, wie man (auch ich) es fast nicht aushält, nur gerade die Konstruktion des positiven Aspekts auszuhalten…