Diese Klagen haben Konjunktur: Die Allgemeinbildung junger Erwachsener sei schlechter geworden. Und viele Studienanfängerinnen und Studienanfänger seien nicht studienfähig. Nun nimmt der Zürcher Pädagogik-Professor Jürgen Oelkers im Gespräch mit der Neuen Zürcher Zeitung zur Frage der Studienfähigkeit Stellung:
“Diese Klage ist so alt wie die Humboldtsche Universität. Verlässliche Zahlen, die das belegen könnten … gibt es nicht … Im Kanton Zürich sind inzwischen vier Befragungen der Absolventen von Mittelschulen durchgeführt worden, jeweils zwei Jahre nach der Matur. Zu diesem Zeitpunkt kennen diese Studierenden die Anforderungen der Uni. Die ganz grosse Mehrheit fühlt sich durch die Mittelschule in fachlicher Hinsicht gut bis sehr gut auf das Studium vorbereitet.” (NZZ-Online, 10.9.2006, Streit um die Reife)